Diabetes - Zuckerkrankheit
Diabetes - Die heimliche Volkskrankheit
Allein in Deutschland leben fünf Millionen Diabetiker. Die WHO geht davon aus, dass sich die Anzahl der Menschen mit Diabetes in den westlichen Industrienationen innerhalb der nächsten 25 Jahre verdreifachen wird. Schon heute liegt die Dunkelziffer der Erkrankten in Deutschland bei circa einer Million. Statistisch bedeutet das: Jeder 11. Deutsche hat heute bereits Diabetes. Damit gilt Diabetes zurecht als heimliche Volkskrankheit. Heimlich vor allem deshalb, weil bei circa der Hälfte aller Betroffenen zunächst keine Symptome auftreten. Mit fatalen Folgen. Denn wird Diabetes zu spät erkannt oder falsch behandelt, hat dies schwere Erkrankungen und Komplikationen zur Folge. Diese reichen von der Gefahr zu erblinden, über ein vielfach erhöhtes Herzinfarktrisiko bis hin zu Nervenstörungen, Nierenversagen und der Amputation von Gliedmaßen.
Diabetes erkennen - Folgen vermeiden
Diese schweren Belastungen für den Einzelnen und unser Gesundheitssystem sind vermeidbar. Denn Diabetes ist umfassend erforscht und behandelbar. Mit der richtigen Einstellung und einem eigenverantwortlichen Diabetes - Selbstmanagement können frühzeitig diagnostizierte Diabetiker heute ein nahezu unbeschwertes Leben führen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Haupttypen:
Bei Typ-1-Diabetes, oder auch juvenilem Diabetes, produziert die Bauchspeicheldrüse nur wenig oder gar kein Insulin. Er tritt plötzlich und in der Regel schon bei Kindern und jungen Erwachsenen auf.
Der Typ-2-Diabetes betrifft meist Menschen im fortgeschrittenen Alter ab 40 Jahren, häufig zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, und wird deshalb auch häufig "Altersdiabetes" genannt. Da die Insulinproduktion bei dieser Form des Diabetes langsam abnimmt, oder aufgrund von Übergewicht das Insulin nicht richtig wirken kann, entwickelt sich die Krankheit oft schleichend und wird deshalb häufig zu spät diagnostiziert. Die Ursachen des Typ-2-Diabetes liegen in der Regel in falscher Ernährung und mangelhafter Bewegung. Gründe, die auch dazu führen, dass heute immer öfter übergewichtige Kinder und Jugendliche an Typ-2-Diabetes erkranken.
Diabetes - Ein komplexes Thema von hoher Relevanz
Diabetes ist also weit mehr als eine Krankheit, die nur einige wenige betrifft. Diabetes ist ein komplexes Thema von hoher menschlicher, sozialer und gesellschaftlicher Relevanz, das viele angeht: die Betroffenen selbst, ihre Familien und Freunde. Aufgrund des chronischen Verlaufs der Erkrankung besteht zudem ein kontinuierlich hoher Informationsbedarf auf den verschiedensten Ebenen. Seien es Tipps zur Ernährung, zu Reisen und Freizeit, zu sportlichen Aktivitäten oder zu medizinischen und gesundheitspolitischen Informationen, Millionen Diabetiker in Deutschland bilden eine hochinvolvierte und interessierte Zielgruppe.
Zimt gegen Zucker - ein starkes Gewürz kann mehr
Was wären Lebkuchen, Bratäpfel und andere Köstlichkeiten ohne Zimt? Das aromatische Multitalent macht jedoch in jüngster Zeit auf neuen Gebieten von sich reden. Untersuchungen bringen die positive Wirkung von Zimt bei Diabetes ans Licht.
In einer Doppelblindstudie nahmen Patienten mit Diabetes mellitus (Typ 2) über einen Zeitraum von 40 Tagen Zimt oder ein Placebo sofort nach den Mahlzeiten ein. Während in der Placebogruppe keine wesentlichen Beränderungen zu beobachten waren, zeigte sich bei der Gruppe, die Zimt-Kapseln verzehrt hatte, sowohl eine Blutzuckerspiegelsenkung als auch eine Verbesserung der Blutfettwerde und des Cholesterinspiegels:
Triglyceride (Blutfett) minus 23-30%
Wie wirkt Zimt? Der genaue Mechanismus muss noch erforscht werden. Die einzelnen Hinweise deuten jedoch darauf hin, dass Zimz die Insulinsensibilität steigert.
Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Zimt den Blutzucker-, den Blutfett- und den Cholesterinspiegel bedeutend senken kann. Dabei wurden keinerlei Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten festgestellt. Die tägliche Aufnahme von Zimt kann sich besonders günstig für Diabetiker des Typs 2 auswirken. Außerdem wird Zimt empfohlen für Menschen, die einen erhöhten Blutzucker- und Blutfettwert vermeiden möchten.
Quelle: Diabetes care (Fachzeitschrift für Diabetes), Volume 26, Number 12, December 2003
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